Online – die Nummer 1
Schon seit einigen Jahren hat das Internet in den meisten europäischen Industrieländern die klassischen Printmedien als Hauptinformationsquelle abgelöst. So ist allein in Deutschland im vergangenen Jahr der Anteil der Internet-Nutzer auf über 67 Prozent angestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt eine umfangreiche Online-Studie von ARD und ZDF*, die mittlerweile seit 1997 das Nutzungsverhalten auf dem Medienmarkt analysiert. Besonders hoch ist demnach der Anteil der Internetnutzer bei den 14- bis 29-Jährigen: 96 Prozent von ihnen sind regelmäßig online. In der Zielgruppe der 30- bis 49-Jährigen sind es noch mehr als 84 Prozent und bei den Über-50-Jährigen liegt der Anteil mittlerweile immerhin bei über 40 Prozent. In dieser Altersgruppe ist in den kommenden Jahren der stärkste Zuwachs zu erwarten.
Kunden Online erreichen
Das Internet ist für viele Menschen zur Hauptinformationsquelle geworden. Diese Entwicklung hat in den vergangenen Jahren eine radikale Verschiebung der Marketing-Aktivitäten zur Folge gehabt. Nicht einmal mehr kleine Unternehmen können heutzutage auf eine Webseite als digitale Visitenkarte verzichten. Wer im Internet nicht präsent ist, verpasst seine Chance wahrgenommen zu werden und die Kaufentscheidung oder den Meinungsbildungsprozess potentieller Kunden zu seinen Gunsten zu beeinflussen. Denn diese Prozesse haben sich genau wie das Informationsbedürfnis der Menschen ebenfalls ins Internet verlagert. Der Schritt zu effizientem Online-Marketing ist dabei fließend und im Vergleich zu anderen Medien äußerst kostengünstig.
Google und Co.
Neben Methoden wie dem Schalten von Werbebannern oder E-Mail-Kampagnen, die als Online-Pendants zu klassischen Marketing-Formen wie etwa der Printanzeige einzustufen sind, bietet das Internet eine große Besonderheit: Etwa 65 Prozent aller Webseitenbesuche erfolgen nämlich, indem Internetnutzer zuvor eine Suchanfrage bei einer der gängigen Suchmaschinen starten. Durch die Eingabe eines Keywords oder einer Phrase präsentiert die Suchmaschine die ihrer Meinung nach relevantesten Ergebnisse. Wer hier die meisten potentiellen Kunden auf seine Webseite ziehen will, sollte eine gute Platzierung bei der Auflistung der Suchergebnisse erreichen. Zu diesem Zweck müssen die Inhalte einer Firmenwebseite optimiert werden, um von Google in Bezug auf die jeweilige Suchanfrage als besonders relevant eingeordnet zu werden. Diese Technik nennt sich SEO (Search Engine Optimization).
Die Kunst des SEO
Eine der Grundformen von SEO besteht in der gezielten Verwendung von Keywords auf Ihrer Firmenwebseite. Das A und O dabei ist eine genaue vorherige Recherche, um zu wissen, mit welchen Formulierungen Ihre potentiellen Kunden Anfragen bei einer Suchmaschine starten. Mit diesem Hintergrundwissen müssen die Texte auf der Webseite bewusst formuliert werden um eine Priorisierung der Inhalte und eine gewisse Dichte an relevanten Keywords zu gewährleisten.
Internationales SEO
Diese Sensibilität gegenüber Webseitentexten ist für internationales SEO von besonders großer Bedeutung. Wer auf fremdsprachige Märkte expandieren will, darf sich nicht auf starre Übersetzungen bestehender deutschsprachiger Inhalte beschränken. Vielmehr ist eine genaue Analyse zu den Anforderungen der Zielregion unerlässlich.
Die Regel Nummer 1 heißt dabei: Keywords lassen sich nicht übersetzen! Eine starre Übertragung von Suchbegriffen in eine andere Sprache bringt selten den gewünschten Effekt, da Suchanfragen von Land zu Land sprachlichen und kulturellen Besonderheiten unterliegen. Hinter jeder Anfrage, die bei Google eingetippt wird, steht immer ein Mensch. Insofern hat es oberste Priorität, die Menschen und ihre Mentalität in dem Land, in dem Sie expandieren möchten, zu kennen.
Die Lösung für dieses Problem ist einfach: Die Keywords in der Zielsprache müssen auf die gleiche Art recherchiert werden, wie dies bereits für den Internetauftritt in Ihrem Heimatland geschehen ist. Erst dann kann eine Erstellung der fremdsprachigen Inhalte erfolgen.
Menschen online erreichen
Die Eingangs beschriebene wachsende Zahl der Onlinerezipienten und die lange Verweildauer im Internet hat längst zu neuen Formen der Internetnutzung geführt. Das soziale Leben hat sich ein gutes Stück ins Cyberspace verlagert. Auf Plattformen wie Facebook, Myspace oder Xing stellen sich Menschen mit ihren privaten oder beruflichen Interessen dar. Sie kommunizieren und nutzen die Netzwerke zur zielgenauen Befriedigung ihrer Bedürfnisse. Für Unternehmen bietet sich hier die Chance, durch Präsenz und gezielte Kommunikationsstrategien innerhalb dieser Netzwerke ihren Platz einzunehmen und Kunden direkt anzusprechen. Auch hier gilt für internationale Kampagnen, nicht ohne Kenntnisse über den jeweiligen Markt zu agieren. Denn ohne die sprachliche Sicherheit und das Gewahrsein der jeweiligen Landesmentalität können sonst schnell Imageschäden entstehen.
International verkaufen
International erfolgreiche Agenturen arbeiten aus diesem Grund mit Muttersprachlern in den jeweiligen Ländern zusammen, in denen sie für Ihre Kunden Kampagnen starten. Nur dadurch können Sie eine genaue Kenntnis der Mentalität sowie der sprachlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Besonderheiten des Landes gewährleisten. Eine fundierte Recherche über die jeweilige Marktsituation, potentielle Partner und Konkurrenten, Verlinkungsstrategien sowie das Erstellen authentischer landesspezifischer Inhalte von hoher Qualität garantieren den größtmöglichen Erfolg für eine solche Expansion. Der Aufwand macht sich bezahlt: Den vergleichsweise geringen Kosten für solche Maßnahmen steht das gewaltige Umsatzpotential durch die Eroberung neuer Märkte gegenüber.
Über den Autor: Christian Arno ist der Gründer des Übersetzungsunternehmens Lingo24, das sich unter anderem auf Website-Lokalisierung spezialisiert.
*Quelle: ARD-ZDF Online-Studie 2009
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