Archiv für die Kategorie ‘Dachdeckerei Kemmer: Tradition aus der Pfalz’

Eine neue Leiter fuer Klaus

Von: alex

Die Dachdeckerei Kemmer kann sich über zu wenig Arbeit nicht beklagen. Seit Wochen sind die Auftragsbücher voll. Vor allem mit Reparaturarbeiten. Der lange und raue Winter, dicker Frost, häufiger und heftiger Schneefall, eisige Temperaturen. Das alles hat die Ziegeln, Regenrinnen und Ablaufrohre in Mitleidenschaft gezogen.

Bei den vielen kleinen und größeren Ausbesserungsarbeiten ist es ein Segen, dass die Dachdeckerei Kemmer über je zwei Fahrzeuge und fähige Führungskräfte verfügt. So kann sich der kleine Betrieb in zwei Trupps aufteilen, die parallel das Tagesgeschäft abrackern. Den einen Trupp leitet der Chef persönlich, den anderen sein bester Mann, Meister Klaus.

Eigentlich hatte Fritz Kemmer 2010 zum Sparjahr ausgerufen. Weniger Neubauten und Komplettsanierungen im Zuge der Wirtschaftskrise bedeuten weniger Großaufträge. Ein ganzes Dach zu decken, das spült richtig Kohle in die Kasse. So aber sind die Reparaturarbeiten in der Überzahl. Ausgerechnet jetzt besteht Meister Klaus auf einer neuen Leiter.

Seit Jahren geht das so. “Wir brauchen eine neue Leiter, Chef”, liegt der Klaus dem Fritz mit schöner Regelmäßigkeit in den Ohren. Jetzt, wo es letzte Woche das alte Holzmodell in zwei Teile gerissen hat, kommt der sparsame Herr Kemmer nicht länger um eine Neuanschaffung herum.

Günstig und sicher, praktisch zu transportieren und robust muss das gute Stück sein. Schließlich soll es lange halten und gegen die Tolpatschigkeit der Mitarbeiter gerüstet sein. Klaus jedenfalls grinst schon jetzt zufrieden, fühlt er sich doch für seine Hartnäckigkeit belohnt: “Endlich ist es soweit!”

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Jetzt ist er wirklich vorbei – oder?

Von: alex

Die bangen Blicke von Meister Fritz gehen jeden Abend in die Flimmerkiste: Was präsentieren Gunther Tiersch und Co. auf ihren Wetterkarten? Ist er jetzt endlich vorbei, dieser Höllenwinter? So etwas hat der Kemmer Fritz schon lange nicht mehr erlebt. Schnee, vereiste Regenrinnen, gesprungene Ziegeln en masse. Dieses Frühjahr gibt es so viel Arbeit wie schon lange nicht mehr.

Wenn man sich nur sicher genug sein könnte, würde der alte Fritz schon morgen mindestens zwei neue Leute einstellen. So viele Dächer müssen geflickt, so viele Notfälle möglichst zeitgleich und möglichst schnell bearbeitet werden. Für die nächsten Wochen ist die kleine pfälzische Dachdeckerei ausgebucht. Am liebsten würde der gute Fritz schon um 6 Uhr morgens die Sonne persönlich aus ihrem Tiefschlaf holen und an den Himmel zimmern, damit er mit Ernie, Uwe, Piotr, Alex und Klaus rechtzeitig loslegen kann. Zeit ist Geld – und Geld kann man immer gebrauchen.

Der Winterschlaf ist derweil für den Kemmer Fritz schon länger vorbei. In der verschneiten Zwischenzeit hat er sich ums Lager, die Garage und die Werkstatt gekümmert. Hat die Geräte gewartet und die Einsatzwägen flottgemacht. Für dieses Jahr hat er sich fest vorgenommen: Unnötige Verschleißerscheinungen werden drastisch reduziert. Die Ladeflächen hat er erstmals mit Antivibrationsmatten ausgelegt, damit das schusselige Personal nicht noch mehr Kratzer ins Metall reißt. “Mal sehen, was das hilft”, meint der kritische Ur-Pfälzer und geht noch einmal mürrisch durch den Videotext: “Hoffentlich hält das Wetter, was es verspricht!” Diese Woche sind bis zu 16 Grad gemeldet. Es könnte wirklich losgehen…

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Reich mir ma die Jacke, Klaus

Von: alex

Die Dachdeckerei Kemmer – Tradition aus der Pfalz

Folge 2

Dezember. Traditionell ein Monat, in dem der Jahresausklang näher steht als der nächste Großauftrag. Das ganze Jahr über werden Ausbesserungsarbeiten fällig. auch im Winter, v.a., wenn es heftig schneit oder regnet. Ziegeln werden brüchig, Wasser setzt sich in die Ritzen, zu Eis geworden dehnt es sich aus und die Risse werden größer….Das allein aber hält eine Dachdeckerei, ist sie auch noch so gut, nicht wirklich über Wasser.

So muss sich Meister Fritz etwas einfallen lassen. Seine Mitarbeiter werden als Saisonarbeiter gehandelt, das ist schon einmal nicht so schlecht. Und wenn die Jungs dann tatsächlich mal gebraucht werden, stehen Ernie, Uwe, Alex(ej), Piotr und Klaus immer parat. Jeder will sich doch etwas dazu verdienen, gerade in der Weihnachtszeit, wo die Geschenke jedes Jahr ein bisschen größer werden sollen für Frau, Familie, etc.

Also geht es am Samstag noch einmal raus mit der ganzen Truppe. Ein Haus muss fertig werden noch in diesem Jahr und das Dach ist dafür besonders wichtig: Ohne Dach regnet es in den Rohbau und dann lässt sich schlecht Leitungen verlegen oder ans Verputzen oder gar die Tapeten denken. Der Dachstuhl steht und die Firma Kemmer rollt an. In 2 Kleinbussen mit ordentlich was an Ladefläche. 4.000 Ziegeln müssen am besten in 2 Tagen auf die Bretter gebracht werden. Termin fürs Richtfest: 31.12.2009

Also klotzen die Jungs und kleckern nicht. Reich mir ma die Jacke, Klaus, ruft Meister Fritz und schwingt sich höchstpersönlich auf die Leiter. Am besten macht man alles selbst, sagt sich der Fritz Kemmer, und lässt schon mal den Aufzug anstellen. 6 Pack Ziegeln pro Fuhre, macht 60 Stück und die werden dann in Windeseile von Fritz über Alex(ej) – auch Alex, ej! – zu Klaus geworfen. Zwei pro Wurf – das bringt schon wieder ein bisschen Zeitgewinn. Bis Mittag um 3 ! ! ! ist die Hälfte schon geschafft. Was ein echter Dachdecker ist, der lässt es laufen. Oder wie die Pfälzer sagen : ES LAAAFT!

Am Schluss ging es dann so schnell zu und im Halbdunkel, dass nach den Verlusten der letzten Fahrt auch noch die Jacke vom Chef liegen blieb. Reich mir ma die Jacke, Klaus, das hat funktioniert. Aber oben auf dem Dach wurde es dem Chef trotz aller Kälte richtig warm beim Arbeiten. Jetzt liegt es da oben wahrscheinlich bis zum Richtfest, das gute Stück, festgefroren und mit einer leichten Schneedecke da, wo sonst der breite Rücken vom Fritz Kemmer drinsteckt. Doch halb so schlimm, meint Klaus, der älteste Facharbeiter im Team der Dachdeckerei: “Ein bisschen Schwund ist immer!”

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Zum Ursprung der Idee

Von: alex

Hallo Ihr treuen Blogger,

Natürlich sind die Geschichten zur DACHDECKEREI KEMMER FREI ERFUNDEN.

Natürlich geht es aber genauso auf vielen Baustellen in der Pfalz und auch anderswo vor sich…

wir suchen typische Handwerker- und Arbeitergeschichten aus dem Arbeitsalltag…

am besten Skurriles, Verrücktes, Lustiges, eben alles, was einen auch  nach Feierabend noch beschäftigt und im besten Fall auch unterhält..

wir wollen niemanden verunglimpfen oder persönlich an den Pranger stellen.. solche Einträge werden nicht unterstützt…

Die DACHDECKEREI KEMMER – TRADITION AUS DER PFALZ – soll eine Rubrik sein, in der sich Realität und Fantasie gerne auch überschneiden dürfen- natürlich auf der Basis, dass keiner dem anderen ein Auge aushackt…

Also meine Aufforderung:; witzig und originell schreiben….dann gehen die lustigen Geschichten der Dachdeckerei auch immer weiter….

Liebe Grüße, Euer Offi

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Gib Gummi

Von: alex

Hallo Ihr da draußen,

Neues aus der pfälzischen Dachdeckerei Kemmer.

Neulich hat es wieder wie aus sämtlichen Kübeln der Pfalz gegossen.

Geschüttet, wie der Pfälzer sagt.

Also haben die 4 Angestellten des Traditionsbetriebes kurzerhand die Gummistiefel aus der Ecke hinten oben rechts requiriert und sich in die Gummiregenmäntel von anno dazumal gezwängt. Darunter die fetten Rollkragen…es is jo a schunn winder…

Jedenfalls begab es sich, dass selbst bei allerbesten Absichten seitens der Belegschaft kein besseres Wetter in Sicht kommen wollte. Gummi hin oder her, es war so glatt auf den noch unbewehrten Dachbalken, dass es sogar dem sonst so beflissenen Meister Karlheinz zu bunt wurde. “Runner fumm Dach!”

Im verfrühten Feierabend-Glücksgefühl gaben die Jungs dann natürlich Gummi auf dem Nachhauseweg. Betriebsbedingter Gummiverlust, sozusagen, plus die lange Leiter und ein Satz Regenrinnen.

Und was habbe mer draus gelernd:

Wenns rischdisch gießt, helft a keen Scherm!

Do bleibsche drinn mit de Bagaasch,

sunscht holsch der nur e nasse Aasch!

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