Langes Sitzen am Schreibtisch tut der Gesundheit nicht gut, das wissen wir alle aus eigener Erfahrung. Besonders die Gelenke und Knochen werden durch das Sitzen stark beansprucht. Schon bei jedem zweiten Deutschen über 35 zeigen sich erste Abnutzungserscheinungen an den Gelenken. Während sich aber bei einigen lediglich das Alter bemerkbar macht, erkranken andere im Lauf der Jahre an Arthrose.
Arthrose entsteht wenn Gelenkknorpel überstrapaziert werden. Die Auslöser für die Erkrankung sind noch nicht abschließend geklärt, man weiß aber, dass Fehlbelastung und Überbelastung der Gelenke zu den wichtigsten Risikofaktoren gehören. Bei Arthrose nutzt sich der schützende Knorpel des Gelenks Stück für Stück ab, so dass am Ende Knochen auf Knochen reibt, was äußerst schmerzhaft ist. Heilen kann man Arthrose nicht, aber man kann Schmerz und Verschleiß vorbeugen beziehungsweise das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen.
Wohl dosierte Bewegung hilft jetzt, dafür zu sorgen, dass die betroffenen Gelenke nicht versteifen. Die sanften Bewegungen unterstützen den Stoffwechsel am Gelenk und stärken den Muskel, so dass geschädigte Bereiche entlastet werden. Der Knorpel wird besser ernährt, was den Verschleiß verlangsamen kann. Starke Muskeln stützen und entlasten die Gelenke, während regelmäßige Bewegung die Produktion der so wichtigen Gelenkschmiere anregt. Gut geeignet sind Sportarten wie Radfahren im leichten Gang, Nordic Walking oder Schwimmen. Aber Vorsicht: Überbelastungen verstärken den Gelenkverschleiß. Wer nicht sicher ist, wie viel er sich zumuten kann, versucht es zunächst mit Krankengymnastik oder Massagen, die man sich vom Arzt verschreiben lassen kann.
Die Schmerzen treten bei der Arthrose in Schüben auf, die sich mit schmerzfreien Phasen abwechseln. Da man die Ursachen der Arthrose bisher nicht genau kennt, kann man Linderung bisher nur mit Schmerzmitteln und entzündungshemmenden Medikamenten verschaffen. Im fortgeschrittenen Stadium kann leider nur noch eine Operation helfen, bei der das betroffene Gelenk durch ein künstliches ausgetauscht wird. Die Aussichten auf Erfolg sind hierbei sehr gut. 15 bis 20 Jahre hält so ein künstliches Gelenk mittlerweile. Danach muss es wieder ausgetauscht werden.
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