Archiv für die Kategorie ‘Lesenswertes’

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Von: floordirekt

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Richter kippen Arbeitszimmerregelung

Von: alex

Mit Beschluss vom 06. Juli 2010 ist die bisherige Regelung der steuerlichen Berücksichtigung eines häuslichen Arbeitszimmers als verfassungswidrig anzusehen. Damit wird die seit 2007 geltende verschärfte Regelung im Steuerrecht gekippt.
Die Regelung von 2007 erlaubte den steuerlichen Abzug von Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer nur unter bestimmten Bedingungen. Es war also nur möglich einen steuerlichen Nutzen zu ziehen, wenn das Arbeitszimmer zu Hause auch als Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Tätigkeit galt. Es kann nicht sein, dass der Arbeitnehmer nicht die Möglichkeit hat steuerrechtliche Abzüge von Aufwendungen geltend zu machen , obwohl für die betriebliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zu Verfügung steht, als das Arbeitszimmer zu Hause.
Der Gesetzgeber ist nun vom Verfassungsgericht aufgerufen, rückwirkend ab 2007 eine Neuregelung zu treffen. Nun wird vom Bundesfinanzministerium eine sachgerechte Lösung erwartet.

Laut dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts muss das heimische Arbeitszimmer nun nicht mehr den Mittelpunkt der gesamten Arbeit darstellen. Es reicht wenn der Arbeitnehmer nur einen Teil seiner Arbeit dort verrichtet.
Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass der Arbeitgeber keinen alternativen Arbeitsplatz für die zu verrichtenden Tätigkeiten zur Verfügung stellt.

Der Bundesfinanzhof hatte bereits mit dem Beschluss vom 25. August 2009 ernsthafte Zweifel geäußert, ob das seit dem 01.01.2007 geltende Verbot mit der Verfassung im Einklang steht. Es ging um den Fall eines Lehrerehepaares, das kein anderes Arbeitszimmer als das häusliche zur Verfügung hatte. In diesem speziellen Fall hat der BFH per Eilbeschluss das Finanzamt angewiesen, die Aufwendungen für das Arbeitszimmer bis auf weiteres auf die Lohnsteuerkarte einzutragen und diese zu akzeptieren.

Na endlich; wir, die auf den heimischen Arbeitsplatz angewiesen sind, haben lange genug auf eine Neuregelung gewartet und können nun endlich aufatmen.

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Happy Birthday MP3!

Von: alex

Heute, den 14.07.2010 feiert das weltweit meist verbreiteste Format für digitale Musik seinen 15. Geburtstag. Ja, so alt ist er schon, der MP3 Standard. Obwohl er ja schon 1992 eingeführt wurde, erhielt er erst am 14. Juli 1995 seine heutige Bezeichnung und den entgültigen Namen.
Zu verdanken haben wir diesen Namen Wissentschaftlern vom Frauenhofer-Institut für integrierte Schaltungen (IIS) in Erlangen. Diese haben nach einer sinnvollen Dateiendung für das Audiokompressionsverfahren mit der Bezeichnung ISO Standard IS 11172-3 MPEG Audio Layer 3 gesucht und sich letzten Endes auf MP3 geeinigt. Der digitalen Speicherung waren nun Tür und Tor geöffnet.

Es fing jedoch alles schon viel früher an. Im Jahre 1986 in dem der Heim-PC zwar teilweise schon verbreitet war, zur Speicherung aber noch Magnetbänder oder Disketten verwendet wurden. Diese Datenträger waren groß, unpraktisch, und konnten kaum einen Bruchteil der heutigen Speichermedien fassen. Fazit war, Speicherplatz war verdammt teuer und vom Provatnutzer kaum zu bezahlen.
Aus diesen Gründen werkelte man in Erlangen an einer Möglichkeit den Speicherplatz optimal ausnutzen zu können und man begann damit Audiodateien zu komprimieren. Es wurden nur noch die Audiosignale gespeichert, die auch vom menschlichen Gehör wahrnehmbar sind, alles andere wurde herausgeschnitten, und man erreicht eine enorme Reduktion des Speicherplatzes.

Der Testpate für diese neue Entwicklung war damals der Acapella-Song “Tom´s Diner” von Suzanne Vega. Man benutzte ein rein stimmliches Musikstück, da man aus der menschlichen Stimme etwaige Qualitätsmängel besonders gut heraushört.
Natürlich humpelte das ganze anfangs noch leicht, aber nach und nach konnte das Format die Krücken weglegen und es lief von Tag zu Tag runder.
Der absolute Durchbruch kam dann mit dem Boom des Internets Ende der 90-iger Jahre. Immer Mehr Computer waren nun miteinander vernetzt und das Tauschen von Musik unter den einzelnen Rechnern war möglich. Anfangs noch recht langsam hat man mitlerweile Übertragungsgeschwindigkeiten von ein paar Minuten oder gar nur Sekunden.
Die Musikfans waren begeistert, die Musikindustrie geschockt!
Durch den privaten Austausch vielen Großteile der Einnahmen sowohl für die Plattenfirmen als natürlich auch für die Künstler weg. Warum kaufen, wenn man es umsonst bekommt? Werden sich viele gefragt haben. Die Musikkonzerne brauchten eine Zeit lang um festzustellen das auch sie an dem Tauschhandel mitverdienen konnten. Legale Tauschbörsen wie z.B. “itunes” waren geboren. Hier können gegen eine kleine Gebühr MP3 Musikstücke legal heruntergeladen werden.

Natürlich wurde damit auch der Walkman abgelöst. Damals eine Sensation, jetzt belächelt und höchstens noch in einem Museum für moderne Kunst zu finden. Heutige MP3-Player werden in Kulis, Brillen oder Handies eingebaut. Manche haben nicht einmal mehr die Größe einer Streichholzschachtel.
Und wo man früher einen Koffer mit den liebsten Kassetten für den Walkman brauchte, ist heute nichts mehr zum Musikvergnügen nötig, als das winzige Gerät selbst.

Alles, alles Gute!!!

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Und schon wieder steht ein Jahrestag bevor!

Von: alex

Jahrestag – was schenken? In dieser Situation waren die meisten Männer schon einmal. Bei mir ist es bald wieder soweit. Nur noch wenige Wochen. Der entscheidende Tag rückt immer näher. Sei es der Tag des ersten Kusses, der Tag an dem man offiziell zusammengekommen ist, oder auch der Hochzeitstag. Das spielt im Prinzip gar keine Rolle beim anderen Geschlecht. Es ist eine Todsünde, diesen entscheidenden Tag, der doch beider Leben so entscheidend beeinflußt hat, zu vergessen. An diesem Tag ohne Geschenk vor der Freundin, Verlobten oder mittlerweile, wie es bei mir der Fall ist , Ehefrau zu stehen, ist undenkbar und käme einem Todesurteil oder zmindest der Trennung sehr sehr nahe.
Um sich die Beleidigungen, Beschimpfungen, den ganzen Ärger und Stress zu ersparen, muss rechtzeitig ein Geschenk her.
Da ich mich in einer solchen, äußert heikelen Situation schon einmal befunden habe, weiß ich genau, wovon ich sprecche. Aber nicht mehr mit mir. Dieses Jahr habe ich vorgesorgt und mich rechtzeitig um ein passendes Geschenk für meine Liebste gekümmert.
Das Problem dabei ist natürlich die Phantasielosigkeit der Männer. Was kaufen? Die Frau hat ja eigentlich schon alles und noch mehr. Parfum? Schuhe? Vielleicht ein Kleid? Das würde zwar alles gut ankommen und gleich gierig anprobiert oder aufgesprüht werden, aber letztenendes doch irgendwo im riesigen Kleiderschrank verstaut und eventuell auf Nimmerwiedersehen verschwinden.
Dieses mal habe ich mir also richtig Mühe gegeben, um etwas außergewöhnliches zu finden. Und siehe da, es klingt zwar unglaublich, aber ich bin in einem Internetshop für Schmutzfangmatten fündig geworden.
Und zwar bin ich auf einen Teppich gestoßen, der wohl den Geschmack und das Herz jeder Frau trifft. Grundfarbe und Liebesbotschaften in Form von Schriftzügen wie “All you need is Love” und Herzen sind in Rosatönen gehalten. Dürfte also bei fast jeder Frau gut ankommen.
Voller Spannung erwarte ich nund den Postboten, der mir meine “Love-Mat” bringen wird.
Gibt es ein schöneres Geschenk zum Jahrestag? Ich hoffe nicht, und ich bin natürlich auf die Reaktion meiner besseren Hälfte sehr gespannt…

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Präsenz zeigen – durch Online Marketing – auch im Ausland

Von: alex

Online – die Nummer 1
Schon seit einigen Jahren hat das Internet in den meisten europäischen Industrieländern die klassischen Printmedien als Hauptinformationsquelle abgelöst. So ist allein in Deutschland im vergangenen Jahr der Anteil der Internet-Nutzer auf über 67 Prozent angestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt eine umfangreiche Online-Studie von ARD und ZDF*, die mittlerweile seit 1997 das Nutzungsverhalten auf dem Medienmarkt analysiert. Besonders hoch ist demnach der Anteil der Internetnutzer bei den 14- bis 29-Jährigen: 96 Prozent von ihnen sind regelmäßig online. In der Zielgruppe der 30- bis 49-Jährigen sind es noch mehr als 84 Prozent und bei den Über-50-Jährigen liegt der Anteil mittlerweile immerhin bei über 40 Prozent. In dieser Altersgruppe ist in den kommenden Jahren der stärkste Zuwachs zu erwarten.

Kunden Online erreichen
Das Internet ist für viele Menschen zur Hauptinformationsquelle geworden. Diese Entwicklung hat in den vergangenen Jahren eine radikale Verschiebung der Marketing-Aktivitäten zur Folge gehabt. Nicht einmal mehr kleine Unternehmen können heutzutage auf eine Webseite als digitale Visitenkarte verzichten. Wer im Internet nicht präsent ist, verpasst seine Chance wahrgenommen zu werden und die Kaufentscheidung oder den Meinungsbildungsprozess potentieller Kunden zu seinen Gunsten zu beeinflussen. Denn diese Prozesse haben sich genau wie das Informationsbedürfnis der Menschen ebenfalls ins Internet verlagert. Der Schritt zu effizientem Online-Marketing ist dabei fließend und im Vergleich zu anderen Medien äußerst kostengünstig.

Google und Co.
Neben Methoden wie dem Schalten von Werbebannern oder E-Mail-Kampagnen, die als Online-Pendants zu klassischen Marketing-Formen wie etwa der Printanzeige einzustufen sind, bietet das Internet eine große Besonderheit: Etwa 65 Prozent aller Webseitenbesuche erfolgen nämlich, indem Internetnutzer zuvor eine Suchanfrage bei einer der gängigen Suchmaschinen starten. Durch die Eingabe eines Keywords oder einer Phrase präsentiert die Suchmaschine die ihrer Meinung nach relevantesten Ergebnisse. Wer hier die meisten potentiellen Kunden auf seine Webseite ziehen will, sollte eine gute Platzierung bei der Auflistung der Suchergebnisse erreichen. Zu diesem Zweck müssen die Inhalte einer Firmenwebseite optimiert werden, um von Google in Bezug auf die jeweilige Suchanfrage als besonders relevant eingeordnet zu werden. Diese Technik nennt sich SEO (Search Engine Optimization).

Die Kunst des SEO
Eine der Grundformen von SEO besteht in der gezielten Verwendung von Keywords auf Ihrer Firmenwebseite. Das A und O dabei ist eine genaue vorherige Recherche, um zu wissen, mit welchen Formulierungen Ihre potentiellen Kunden Anfragen bei einer Suchmaschine starten. Mit diesem Hintergrundwissen müssen die Texte auf der Webseite bewusst formuliert werden um eine Priorisierung der Inhalte und eine gewisse Dichte an relevanten Keywords zu gewährleisten.

Internationales SEO
Diese Sensibilität gegenüber Webseitentexten ist für internationales SEO von besonders großer Bedeutung. Wer auf fremdsprachige Märkte expandieren will, darf sich nicht auf starre Übersetzungen bestehender deutschsprachiger Inhalte beschränken. Vielmehr ist eine genaue Analyse zu den Anforderungen der Zielregion unerlässlich.
Die Regel Nummer 1 heißt dabei: Keywords lassen sich nicht übersetzen! Eine starre Übertragung von Suchbegriffen in eine andere Sprache bringt selten den gewünschten Effekt, da Suchanfragen von Land zu Land sprachlichen und kulturellen Besonderheiten unterliegen. Hinter jeder Anfrage, die bei Google eingetippt wird, steht immer ein Mensch. Insofern hat es oberste Priorität, die Menschen und ihre Mentalität in dem Land, in dem Sie expandieren möchten, zu kennen.
Die Lösung für dieses Problem ist einfach: Die Keywords in der Zielsprache müssen auf die gleiche Art recherchiert werden, wie dies bereits für den Internetauftritt in Ihrem Heimatland geschehen ist. Erst dann kann eine Erstellung der fremdsprachigen Inhalte erfolgen.

Menschen online erreichen
Die Eingangs beschriebene wachsende Zahl der Onlinerezipienten und die lange Verweildauer im Internet hat längst zu neuen Formen der Internetnutzung geführt. Das soziale Leben hat sich ein gutes Stück ins Cyberspace verlagert. Auf Plattformen wie Facebook, Myspace oder Xing stellen sich Menschen mit ihren privaten oder beruflichen Interessen dar. Sie kommunizieren und nutzen die Netzwerke zur zielgenauen Befriedigung ihrer Bedürfnisse. Für Unternehmen bietet sich hier die Chance, durch Präsenz und gezielte Kommunikationsstrategien innerhalb dieser Netzwerke ihren Platz einzunehmen und Kunden direkt anzusprechen. Auch hier gilt für internationale Kampagnen, nicht ohne Kenntnisse über den jeweiligen Markt zu agieren. Denn ohne die sprachliche Sicherheit und das Gewahrsein der jeweiligen Landesmentalität können sonst schnell Imageschäden entstehen.

International verkaufen
International erfolgreiche Agenturen arbeiten aus diesem Grund mit Muttersprachlern in den jeweiligen Ländern zusammen, in denen sie für Ihre Kunden Kampagnen starten. Nur dadurch können Sie eine genaue Kenntnis der Mentalität sowie der sprachlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Besonderheiten des Landes gewährleisten. Eine fundierte Recherche über die jeweilige Marktsituation, potentielle Partner und Konkurrenten, Verlinkungsstrategien sowie das Erstellen authentischer landesspezifischer Inhalte von hoher Qualität garantieren den größtmöglichen Erfolg für eine solche Expansion. Der Aufwand macht sich bezahlt: Den vergleichsweise geringen Kosten für solche Maßnahmen steht das gewaltige Umsatzpotential durch die Eroberung neuer Märkte gegenüber.

Über den Autor: Christian Arno ist der Gründer des Übersetzungsunternehmens Lingo24, das sich unter anderem auf Website-Lokalisierung spezialisiert.

*Quelle: ARD-ZDF Online-Studie 2009

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Interview mit dem Buero-Experten

Von: alex

Georg Martin Oswald ist sein Name. Geboren wurde er im Jahre 1963 in München, aufgewachsen ist er in der oberbayerischen Provinz. Nach seinem Jurastudium hat er sich als Anwalt für Arbeits- und Gesellschaftsrecht niedergelassen und kehrte dafür in die bayerische Landeshauptstadt, an seinen Geburtsort, zurück.

Was macht Georg Martin Oswald nun zum Büro-Experten? Als Arbeitsrechtler bekommt er es in großem Umfang mit den alltäglichen und auch weniger alltäglichen Affären, Verwicklungen, Missständen und Kuriositäten der deutschen Arbeitswelt zu tun.

Im Interview mit Christina Maria Berr für die Süddeutsche Zeitung erzählt der Jurist und Buchautor über seine persönliche Sicht auf den Büroalltag. Er erzählt von typischen Beziehungs- und Verhaltensmustern, die letztendlich in handfesten Ritualen gipfeln. In Oswalds Kanzlei hat sich ein besonders schmackhaftes Ritual herausgebildet: Jeden Mittwoch geht es zum Schweinebratenessen. Das gute, alte Bayern!

Wodurch wird nun der Erzählstil von Georg M. Oswald so einzigartig? Kombiniert man seine persönlichen Büroerfahrungen mit dem Blick des schriftstellerisch ambitionierten Rechtsvertreters entsteht eine eigenständige, halb objektive, halb subjektiv-amüsierte Perspektive.

Oswald wird als Schriftsteller zu den so genannten Popliteraten gezählt: Ihnen geht es um authentische, unverblümt aus der eigenen Sicht geschilderte, lebhafte Situationsbeschreibungen. Sein bisher erfolgreichstes Werk mit dem Titel “Alles was erzählt” wurde in zehn Sprachen übersetzt. Sein Erstlingswerk erschien 1995 (“Das Loch”).

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Ingenieur? Bitte ausweisen!

Von: alex

Eine interessante neue Regelung bahnt sich für das Ingenieurswesen an: Angedacht ist der Berufsausweis für Ingenieure (Artikel in der Wochenzeitung die Zeit). Das Ziel: Die Einführung eines europaweit vergleichbaren Qualifikationsstandards.

In erster Linie geht es um die oftmals langwierigen und für die Kandidaten meistens sehr kostspieligen Bewerbungsverfahren im Ausland. Da geht eine Menge an Geld für Lebensunterhalt, das Hotel und die Telefonate in die Heimat flöten, nur weil in Italien das deutsche Wirtschaftsingenieur-Diplom nicht genauso viel zählt wie bei uns.

Um solchem Stress ein Ende zu machen, wurde die so genannte EngineerING Card entwickelt. Auf ihrem integrierten Chip werden Daten zu Ausbildung, Berufserfahrung und Weiterbildungen registriert, und zwar unter einem gemeinsamen europäischen Dachverband.

Eine erste wichtige Hürde hat der Berufsausweis schon genommen: Die stets kritische Europäische Kommission hat das Projekt abgesegnet. Einer flächendeckenden Einführung der Chipkarte steht somit nicht mehr viel im Wege. Für das Zusammenwachsen des europäischen Wirtschafts- und Arbeitsraumes wäre es ein weiterer Schritt in die richtige Richtung.

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Buchtipp: Aus der schoenen neuen Welt

Von: alex

Er hat wieder zugeschlagen: Günter Wallraff, Deutschlands bekanntester Enthüllungsjournalist, beweist einmal mehr, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Trotz seiner mittlerweile stolzen 67 Jahre denkt Wallraff noch lange nicht ans Aufhören. In seiner neuesten Veröffentlichung gibt er seine jüngeren und älteren Erfahrungen aus der deutschen Arbeitswelt zum Besten. Gewohnt schonungslos, offen und direkt.

“Aus der schönen neuen Welt” nennt Wallraff sein aktuelles Werk, in Anlehnung an den großen Klassiker von Aldous Huxley. In seiner eigenen Utopie schildert Wallraff auf 319 Seiten (ohne Anmerkungen), was er am eigenen Leib oder aus Erfahrungsberichten anderer erlebt hat.

In den ersten beiden Kapiteln fühlt Wallraff der Gesellschaft im allgemeinen auf den Zahn: Als Dunkelhäutiger (“Schwarz auf weiß”) bzw. Obdachloser (“Unter Null”) getarnt, entlarvt er den ganz alltäglichen Rassismus sowie die politisch akzeptierten, menschenunwürdigen Lebensverhältnisse der so genannten “Berber”. Beim “Platte machen” vor dem Kölner Dom muss Wallraff eine Nacht im Freien bei Minus 15 Grad überstehen, in einem Obdachlosenheim wird er mit bestialischen Hygienebedingungen konfrontiert.

Aus der schönen neuen Arbeitswelt hat der “rüstige Reporter” kaum Besseres zu berichten. Ob im Callcenter, bei einem Lidl-Lieferanten, in der Edelgastronomie, bei Starbucks oder der Deutschen Bahn: Überall trifft er auf Arbeitsbedingungen, die dem jeweiligen Konzern keine Ehre machen.

Das Fazit: Gut geschrieben, nicht zu lange, aber ausführlich genug, gespickt mit interessanten Randnotizen, Emotionen und vor allem den passenden Belegen. Absolut authentisch, absolut empfehlenswert: Wallraff at his best!

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Beruf versus Familie: Es geht auch anders

Von: alex

Zuletzt haben wir über die (Un-)Vereinbarkeit von Beruf und Familie berichtet. Ein Thema, das vor allem die deutschen Frauen im Vergleich zu einigen europäischen Nachbarinnen schwerer zu treffen scheint. Doch es geht auch anders.

Ein Artikel in der Süddeutschen Zeitung hat ein positives Beispiel entdeckt und zeigt in Kind und Karriere – Es gibt ein Leben außerhalb des Jobs, dass es auch für familienliebende deutsche Frauen (und Männer) Räume und Ideen geben kann.

Das zur Nachahmung anregende Modell stammt aus dem Hause Bosch. Hier bemüht sich die Unternehmensleitung in vorbildlicher Weise um die Vereinbarkeit von familiärer und beruflicher Lebensplanung. Kern der Strategie sind spezielle Teil- und Elternzeitmodelle, die eine besonders flexible und individuelle Organisation von Erziehung und Arbeit ermöglichen.

Ziel des großen Elektrokonzerns, der weltweit über 270.000 Mitarbeiter beschäftigt, ist nach eigener Aussage die langfristige Bindung vor allem qualifizierter Fachkräfte. Im Schwabenland – die Firmenzentrale liegt in Gerlingen bei Stuttgart – hat man offenbar begriffen, dass Unternehmenserfolge in einem entscheidenden Maße von der dauerhaften Motivation und Miteinbeziehung der Mitarbeiter abhängen.

Wenn es nach uns geht, sollte das Bosch-Konzept in deutschen Unternehmen Schule machen. Zufriedene Arbeitskräfte und gleichzeitig mehr Nachwuchs – was könnte Deutschland weiter nach vorne bringen?!

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Brisantes aus der Fertighaus-Szene

Von: alex

Es sollte eigentlich das neue strahlende Vorzeigeprojekt aus dem Hause IKEA werden. Das Fertighaus mit dem etwas sperrigen Namen “Boklok” war dafür vorgesehen, einen neuen Markt für den schwedischen Einrichtungsriesen zu erschließen. Nun mehren sich kritische Stimmen und Fakten, zumal sie aus erlesenem Munde stammen.

In einer ihrer jüngsten Testreihen berichtet die Stiftung Warentest über “Gravierende Mängel” der Ikea-Fertighäuser. Das harte Urteil der Prüfer betrifft vor allem den Bauvertrag. In diesem finden sich gleich mehrere Klauseln wieder, die den Käufer in erheblichem Maße benachteiligen.

Zu diesen “Vertragshaken” gehört beispielsweise ein Vorbehalt “über Änderungen bei den Bauleistungen”. So kann es dem Käufer passieren, dass er am Ende ein anderes Haus bekommt als er ursprünglich ausgesucht und geordert hat. Im Gegenzug verlangt der Anbieter die “vollständige Schlussrate”, auch wenn das Haus bis dahin noch gar nicht fertiggestellt sein sollte.

So weit, so schlecht. Fadenscheinig klingt das Ganze schon jetzt, aber die Warentester haben noch andere Vertragsdetails aufgespürt. Was wirklich teuer werden kann, ist die Vertragsklausel zum Thema Energieanbieter. Was Strom und Heizwärme anbelangt, bindet sich der Käufer eines Boklok-Hauses für 15 Jahre an eine einzige Firma. Ein Umstand, der deutlich gegen das schwedische Fertigprodukt spricht.

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